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03.08.2018

 

Auszeichnung herausragende Erfolge auf dem Gebiet der Schwerionenforschung

Verleihung der Semenov-Medaille an Professor Rudolf Bock


Von links: Jörg Blaurock, Technischer Geschäftsführer FAIR und GSI; Professor Vladimir Fortov, Russische Akademie der Wissenschaften; Professor Rudolf Bock; Professor Boris Sharkov, ehemaliger Wissenschaftlicher Geschäftsführer FAIR; Ursula Weyrich, Administrative Geschäftsführerin FAIR und GSI; Professor Paolo Giubellino, Wissenschaftlicher Geschäftsführer FAIR und GSI. Foto: G. Otto/GSI

Im Juli 2018 fand bei FAIR und GSI die Verleihung der Semenov-Medaille in Gold an Professor Rudolf Bock im Rahmen einer kleinen Zeremonie statt. Die Medaille wurde durch Professor Vladimir Fortov von der Russischen Akademie der Wissenschaften (RAS), Mitglied des FAIR-Council, im Beisein der Geschäftsführung von FAIR und GSI – Professor Paolo Giubellino, Ursula Weyrich und Jörg Blaurock –,  sowie Professor Boris Sharkov, ehemaliger Wissenschaftlicher Geschäftsführer von FAIR, ausgehändigt.

 

Professor Bock erhält die hochrangige Auszeichnung für seine herausragenden Erfolge auf dem Gebiet der Schwerionenforschung. In seiner Ansprache lobte Fortov die Errungenschaften Rudolf Bocks auf dem Gebiet der Schwerionenphysik und seine Rolle als einer der Gründungsväter von GSI. Besonders betonte er die wichtigen Beiträge, die Rudolf Bock zur deutsch-russischen Zusammenarbeit in der Forschung über mehrere Generationen, besonders aber im Bereich der Nachwuchsforschung, geleistet hat.

 

Rudolf Bock studierte Physik an der Universität Heidelberg, wo er 1958 mit einer von Nobelpreisträger Professor Walther Bothe betreuten Dissertation über Kernreaktionen promovierte. Als Mitglied des neu gegründeten Max-Planck-Instituts für Kernphysik in Heidelberg begann er mit ersten Experimenten zu Schwerionenreaktionen am neuen Tandem-Beschleuniger, dem ersten seiner Art in Deutschland. In 1967 wurde er Professor an der Universität Marburg, wo er gemeinsam mit weiteren hessischen Professoren die Gründung des Schwerionenforschungszentrums GSI vorantrieb. Nach der Gründung im Jahr 1969 war er von 1970 bis 1995 einer der Direktoren. Seit Anbeginn seiner Forschungstätigkeit bemühte er sich um eine enge Kooperation mit russischen Forschungseinrichtungen, seit 1982 besonders auch im Rahmen eines von ihm initiierten Forschungsprojekts zur Energieerzeugung durch Intertialfusion mit Schwerionenforschung. Seit 1979 ist er "Auswärtiges Wissenschaftliches Mitglied" des Max-Planck-Instituts für Kernphysik, seit 1979 Mitglied der Amerikanischen Physikalischen Gesellschaft. Im Jahr 1987 wurde er mit einer Ehrenprofessur der Chinesischen Akademie der Wissenschaften geehrt, in 2000 wurde er Ehrendoktor der Johann Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main.

 

Die Semenov-Medaille ist nach Nikolai Nikolayevich Semenov (1896-1986) benannt, einem der Begründer der physikalischen Chemie, Entwickler der Polymertheorie und Autor von zahlreichen Publikationen über chemische Kinetik  Im Jahr 1956 erhielt er den Nobelpreis für Chemie. Die Semenov-Medaille kann von RAS an russische oder ausländische Wissenschaftler verliehen werden, die entscheidende Beiträge zur Entwicklung der physikalischen oder chemischen Wissenschaften geleistet haben.

 

 




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