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20.09.2016

 

Anlieferung von Eisenplatten für den CBM-Beam-Dump

4000-Tonnen-Bremsklotz für FAIR


Das ehemalige Hadronenkalorimeter

Vorbereitungen für das Abheben der Eisenplatten. Mit der Sonne steigen die Temperaturen und vermitteln das Gefühl, auf einer großen Bratpfanne zu sitzen.

Das Nachschneiden der verrosteten Gewinde ist Knocherbeit

Die erste Platte hebt ab...

...und wird auf einen Lastwagen verladen.

Dann geht es über die Autobahn nach Darmstadt.

Ankunft auf dem FAIR-Baufeld. Der Lkw hat 24 Tonnen geladen – sieht aber fast leer aus.

Die Platten werden mit einem Autokran heruntergehoben...

... und auf dem südlichen Baufeld gelagert.

Nach einer Woche lagern bereits rund 500 Platten in Darmstadt (Fotos: Markus Bernards für FAIR)

900 Eisenplatten mit einem Gesamtgewicht von 4.000 Tonnen werden seit vergangenem Montag aus dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) zu FAIR und GSI nach Darmstadt transportiert. Sie dienen bei einem der großen Experimente des neuen Teilchenbeschleunigers FAIR dazu, den Teil des Ionenstrahls, der für die Experimente nicht verwandt werden kann, abzubremsen und zu absorbieren. Der Transport erfolgt tagsüber auf Lastwagen: Über rund drei Wochen hinweg werden werktäglich etwa 11 Sattelzüge erwartet, insgesamt sind 161 Fahrten vorgesehen. Die Eisenplatten werden auf dem südlichen Teil des FAIR-Baufelds gelagert, bis sie in den CBM-Detektorkomplex eingebaut werden können.

 

30 Jahre lang wurden im Forschungszentrum Karlsruhe (heute: KIT) kosmische Strahlschauer analysiert, die auf die Erde auftreffen. Herzstück der Anlage war ein sogenanntes Hadronenkalorimeter, das aus mehreren Schichten unterschiedlich dicker Eisenplatten bestand, zwischen die Detektoren geschoben wurden. Das Karlsruher Experiment KASCADE wurde in den vergangenen Jahren abgebaut, und die Eisenplatten konnten FAIR zur Verfügung gestellt werden.

 

Im Experiment CBM („Komprimierte baryonische Materie“) werden sie in Zukunft als Strahlstopper oder „Beam Dump“ dienen, und einige Platten werden in den CBM-Detektorkomplex eingebaut. Da Atomkerne im Vergleich zu ihrer Elektronenhülle sehr klein sind, treffen nur vergleichsweise wenige Kerne des Ionenstrahls auf Kerne des so genannten Targets, wo sie auseinanderplatzen und über den CBM-Detektor Informationen über ihre Beschaffenheit preisgeben. Ein großer Teil der Ionen fliegt einfach nahezu mit Lichtgeschwindigkeit durch das Target hindurch und wird hinter dem CBM-Detektor im Beam Dump abgefangen und gestoppt.

 

Die Platten sind 160 mal 200 Zentimeter lang, 12, 24 oder 36 Zentimeter dick und wiegen entsprechend drei, sechs oder neun Tonnen. 4.000 Tonnen entsprechen mehr als der Hälfte des Eisens, das für den Bau des Eiffelturms verwandt wurde.

 

 

Mehr zum FAIR-Experiment CBM (englisch)

 

 

Mehr zum Karsruher Experiment KASCADE (englisch)




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